Montag, 19. Januar 2009
Burkhard testet Bier
Also, um ganz ehrlich zu sein, nach dem Genuss von Bier mit Schokolade ist mir schon ein wenig schlecht geworden. Das ist schon ziemlich exotisch. Aber egal.
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Wenn man Videos hochlaed, lernt man schon Geduld. Ich sitze hier am Rechner. Zwanzig Minuten sind schon vergangen und der Clip ist immer noch nicht oben. Jetzt muss ich irgendwas schreiben, sonst denken die, die auf den Internetplatz warten, ich bin schon fertig. Okay, schreib ich halt noch ein wenig. Heute ist Montag und mein Geldautomaten-Problem hat sich geloest. Seit heute kann ich wieder ganz normal Pesos von allen Automaten ziehen. Ein Glueck. Ich dachte schon, ich muesse mit den siebenhundert US Dollar klarkommen, die ich in bar dabei habe. Das reicht im Sueden Argentinien nie und nimmer. Aber darueber muss ich mir nun keine Gedanken mehr machen.
Ich bleibe einen Tag laenger in Bariloche als geplant und nehme morgen an einer organisierten Tagestour zum Schwarzen Gletscher teil. Und Uebermorgen geht es dann wahrscheinlich nach El Bolson, was hier quasi um die Ecke ist. Mal sehen, vielleicht werde ich dort campen. Sonst schleppe ich Zelt und Schlafsack und Kocher noch umsonst in der Gegend rum. Waer ja auch bloed, oder.
Heute werde ich nicht sonderlich viel machen. Ich latsch halt ein bisschen in der Stadt rum. Die Nacht konnte ich kaum schlafen, weil im Hostel eine Disco bis in die Morgenstunden stattfand. So, endlich ist das Video oben. Mal sehen, was es morgen zu berichten gibt
Sonntag, 18. Januar 2009
Keine Bockwurst im Berghof
Der Berg heisst Cerro Otto. Auf so einen Berg laeuft man nicht, klettert man nicht, wandert man nicht. Auf so einen Berg marschiert man. Jawoll. Ich marschiere also los, hinauf auf den Cerro Otto. Es ist heiss, es ist staubig, aber ich muss marschieren, marschieren. Staubschwaden wehen in mein Gesicht. Das ist mir egal. Die patagonische Sonne brennt auf mich hinunter. Ist mir auch egal. Ich muss marschieren. Jawoll. Immer hinauf. Der Staub knirscht unter meinen Fuessen und zwischen meinen Zaehnen. Ich marschiere. Ein Schmetterling umschwirrt mich, aber was gehen mich Schmetterlinge an. Otto, ich komme. Und dann bin ich da, aber Otto nicht.
Keine Bockwurst im Berghof. Ich bin enttaeuscht, zutiefst enttaeuscht.
Im Bus nach Patagonien
Die argentinischen Busse sind riesig. Und Innen koennen sie es locker mit Flugzeugen aufnehmen ... mit kleinen Flugzeugen, aber zumindest hatte ich mehr Beinfreiheit als waehrend des Fluges nach Buenos Aires. Semi-Cama nannte sich der Service im Bus und das bedeutet, dass ich den Sitz halb nach Hinten klappen kann. Das ist nicht optimal, aber ziemlich billig.
Um halb sechs abends fuhr der Bus in Buenos Aires los und als wir endlich aus der Stadt hinaus wahren, fuhren wir durch eine Landschaft, die mich irgendwie an Brandenburg erinnerte - flach und gruen und sonst nicht allzuviel. Wir brausten in den Sonnenuntergang. Es gab einen langweiligen Bordfilm und es wurde auch ein Abendbrot serviert, das allerdings kalt war und nach nichts schmeckte. Draussen wurde es dunkel und ich versuchte zu schlafen. Jedes Mal, wenn ich gerade eingeschlafen war, kam der Bord-Steward und erzaehlte mir irgendwas auf Spanisch. Irgendwann gab ich es auf. Wieder mal eine schlaflose Nacht.
Als es dann hell wurde, fuhren wir durch ein grosses Nichts. Steppe mit duerrem Gestraeuch bewachsen. Und noch mindestens zehn Stunden Fahrt standen mir bevor.
Schliesslich wurde die Landschaft etwas abwechslungsreicher. Manchmal tauchten als Highlight sogar Baeume auf. Dann ein paar Seen und schliesslich sah ich die schneebedeckten Gipfel der Anden in der Ferne. Die Landschaft wurde recht lieblich. Und als dann endlich der Lago Nahuel Huapi, an dessen Ufer Bariloche liegt, zu sehen war, wusste ich: hier koennte ich schon ein paar Tage zubringen.
Bin ich in der Schweiz, oder was
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Seit gestern bin ich hier - und werde wohl erst am Dienstag weiter nach Sueden fahren. Vielleicht mache ich morgen eine Kayak-Tour auf einem See. Mal sehen.
An den Computer, an dem ich gerade sitze, funktionieren nicht alle Tasten, aber zumindest Clips kann ich hochladen - allerdings dauert das pro Clip etwa dreissig Minuten.
Um halb sechs abends fuhr der Bus in Buenos Aires los und als wir endlich aus der Stadt hinaus wahren, fuhren wir durch eine Landschaft, die mich irgendwie an Brandenburg erinnerte - flach und gruen und sonst nicht allzuviel. Wir brausten in den Sonnenuntergang. Es gab einen langweiligen Bordfilm und es wurde auch ein Abendbrot serviert, das allerdings kalt war und nach nichts schmeckte. Draussen wurde es dunkel und ich versuchte zu schlafen. Jedes Mal, wenn ich gerade eingeschlafen war, kam der Bord-Steward und erzaehlte mir irgendwas auf Spanisch. Irgendwann gab ich es auf. Wieder mal eine schlaflose Nacht.
Als es dann hell wurde, fuhren wir durch ein grosses Nichts. Steppe mit duerrem Gestraeuch bewachsen. Und noch mindestens zehn Stunden Fahrt standen mir bevor.
Schliesslich wurde die Landschaft etwas abwechslungsreicher. Manchmal tauchten als Highlight sogar Baeume auf. Dann ein paar Seen und schliesslich sah ich die schneebedeckten Gipfel der Anden in der Ferne. Die Landschaft wurde recht lieblich. Und als dann endlich der Lago Nahuel Huapi, an dessen Ufer Bariloche liegt, zu sehen war, wusste ich: hier koennte ich schon ein paar Tage zubringen.
Bin ich in der Schweiz, oder was
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Seit gestern bin ich hier - und werde wohl erst am Dienstag weiter nach Sueden fahren. Vielleicht mache ich morgen eine Kayak-Tour auf einem See. Mal sehen.
An den Computer, an dem ich gerade sitze, funktionieren nicht alle Tasten, aber zumindest Clips kann ich hochladen - allerdings dauert das pro Clip etwa dreissig Minuten.
Donnerstag, 15. Januar 2009
Der erste Taxifahrer
Es gibt eine Regel beim Reisen: "Der erste Taxifahrer bescheisst immer!" Da ich diese Regel aufgestellt habe, versuche ich immer, sie auch einzuhalten. Und so war es auch heute am Internationalen Flughafen Ezeiza in Buenos Aires. Im Flugzeug hatte ich noch im Reisefuehrer gelesen, dass man bei Taxifahrern darauf achten soll, dass sie einen entsprechenden Ausweis haben, dass das Taxi schwarz mit gelben Streifen ist und einen Taxameter hat. Und dann kam ich aus dem Flughafen, ein Typ quatschte mich an: "Taxi, Señor?" und ich trottete ihm hinterher. Das Taxi war weiss, hatte keinen Taxameter und der Ausweis, den mir der Fahrer zeigte, koennte sonstwas gewesen sein. Ich fragte nach dem Preis ins Stadtviertel San Telmo, und er nannte mir etwas, das um einiges hoeher als erwartet war. Dann landete mein Rucksack auf dem Ruecksitz, ich stieg ein und es ging in die Stadt.
Ich hatte die Nacht im Flugzeug nicht geschlafen, war total uebermuedet, und trotzdem war mir irgendwie klar, dass ich mal wieder den selben Fehler wie immer mache, aber es war mir egal. Vielleicht hatte der Fahrer ja durch die Wirtschaftskrise all sein Hab und Gut verloren und jetzt warten Frau und sieben Kinder zu Hause auf den Vater und das Geld? Wie auch immer, ich wollte in mein Hostel - und das so schnell wie moeglich. Und nach einer halben Stunde war ich da, checkte ein und alles war gut.
Es ist eine Tradition, wenn auch keine gute und erst recht keine sinnvolle, dass ich mich grundsaetzlich vom ersten Taxifahrer bescheissen lasse. Ich denke mittlerweile, wenn das passiert, dann wird die Reise gut.
Und was passierte heute sonst so?
Ich ass in einem Restaurant, und da ich die Speisekarte nicht lesen konnte bestellte ich das Einzige, was ich kannte. "Milanese" ist in Argentinien ein paniertes Rinderstaek. Und die Wahl war gut.
Ich ging eine der vielen, wie mit dem Lineal gezogenen Strassen hinunter. Zwei junge Frauen sortierten Abfalltueten, eine alte Frau schob einen Einbeinigen im Rollstuhl vor sich her, in einem Park spielten Kinder Fussball, ein stark behaarter Mann mit freiem Oberkoerper zeigte Taetowierungen die aussahen, als waehren sie mit Kugelschreiber gemalt und am Rande der staubigen Strasse standen Baeume in leuchtendem Gruen. Als es anfing zu regnen, gingn ich ins Hostel zurueck.
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Morgen Nachmittag fahre ich mit dem Bus nach San Carlos de Bariloche. Die Fahrt wird ca. 20 Stunden dauern. Das Internet ist zumindest hier im hostel so langsam, dass ich befuerchte, dass das mit dem Clips nichts wird, aber ich bleibe dran.
Ich hatte die Nacht im Flugzeug nicht geschlafen, war total uebermuedet, und trotzdem war mir irgendwie klar, dass ich mal wieder den selben Fehler wie immer mache, aber es war mir egal. Vielleicht hatte der Fahrer ja durch die Wirtschaftskrise all sein Hab und Gut verloren und jetzt warten Frau und sieben Kinder zu Hause auf den Vater und das Geld? Wie auch immer, ich wollte in mein Hostel - und das so schnell wie moeglich. Und nach einer halben Stunde war ich da, checkte ein und alles war gut.
Es ist eine Tradition, wenn auch keine gute und erst recht keine sinnvolle, dass ich mich grundsaetzlich vom ersten Taxifahrer bescheissen lasse. Ich denke mittlerweile, wenn das passiert, dann wird die Reise gut.
Und was passierte heute sonst so?
Ich ass in einem Restaurant, und da ich die Speisekarte nicht lesen konnte bestellte ich das Einzige, was ich kannte. "Milanese" ist in Argentinien ein paniertes Rinderstaek. Und die Wahl war gut.
Ich ging eine der vielen, wie mit dem Lineal gezogenen Strassen hinunter. Zwei junge Frauen sortierten Abfalltueten, eine alte Frau schob einen Einbeinigen im Rollstuhl vor sich her, in einem Park spielten Kinder Fussball, ein stark behaarter Mann mit freiem Oberkoerper zeigte Taetowierungen die aussahen, als waehren sie mit Kugelschreiber gemalt und am Rande der staubigen Strasse standen Baeume in leuchtendem Gruen. Als es anfing zu regnen, gingn ich ins Hostel zurueck.
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Morgen Nachmittag fahre ich mit dem Bus nach San Carlos de Bariloche. Die Fahrt wird ca. 20 Stunden dauern. Das Internet ist zumindest hier im hostel so langsam, dass ich befuerchte, dass das mit dem Clips nichts wird, aber ich bleibe dran.
Sonntag, 11. Januar 2009
Ans Ende der Welt!
Am Mittwoch, den 14. Januar 2009 geht es los! Um 19:30 Uhr startet von Berlin Tegel aus mein Flugzeug nach Madrid und von dort geht es weiter nach Buenos Aires. Genau einen Monat werde ich in Argentinien und teilweise auch Chile bleiben.
Mein Ziel: Feuerland.
Der Grund: Am 3. Februar werde ich 40 - und da möchte ich so weit wie möglich weg von zu Hause sein.
Also auf nach Feuerland, ans Ende der Welt. Mein Weg führt mich an den Anden entlang durch Patagonien. Ich werde mir also hohe Berge und jede Menge Gletscher ansehen, die unendlichen Weiten der Pampa und an der Küste werden mir, hoffe ich zumindest, Pinguine vor den Füßen herum laufen.
Und ihr seid immer mit dabei, denn wie bei meinen letzten Reisen auch habe ich vor, ein Online-Tagebuch zu schreiben. Ich habe keine Ahnung, wie die Internetverbindung in der Pampa aussieht, aber ich werde mich bemühen, so viele Geschichten wie möglich ins Netz zu stellen. Eine Neuerung gibt es auch: erstmals habe ich eine kleine Videokamera dabei - und wenn es technisch möglich ist, werden an dieser Stelle auch ab und zu Clips zu bewundern sein.
Mein Ziel: Feuerland.
Der Grund: Am 3. Februar werde ich 40 - und da möchte ich so weit wie möglich weg von zu Hause sein.
Also auf nach Feuerland, ans Ende der Welt. Mein Weg führt mich an den Anden entlang durch Patagonien. Ich werde mir also hohe Berge und jede Menge Gletscher ansehen, die unendlichen Weiten der Pampa und an der Küste werden mir, hoffe ich zumindest, Pinguine vor den Füßen herum laufen.
Und ihr seid immer mit dabei, denn wie bei meinen letzten Reisen auch habe ich vor, ein Online-Tagebuch zu schreiben. Ich habe keine Ahnung, wie die Internetverbindung in der Pampa aussieht, aber ich werde mich bemühen, so viele Geschichten wie möglich ins Netz zu stellen. Eine Neuerung gibt es auch: erstmals habe ich eine kleine Videokamera dabei - und wenn es technisch möglich ist, werden an dieser Stelle auch ab und zu Clips zu bewundern sein.
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